FAQs des bvvp zu den Richtlinien nochmals aktualisiert!

Für Mitglieder im Mitgliederbereich wurde die Aktualisierung mit Stand der Richtlinen 04.07 2017 eingestellt. Informationen auch über die Bundesgeschäftsstelle per E-Mail bvvp@bvvp.de abrufbar.

Proteste der Psychotherapeuten erfolgreich - Aufwertung von Sprechstunde und Akutbehandlung

Krankenkassen lenken ein

Nach massiven Protesten der Psychotherapeutenschaft hat der Bewertungsausschuss heute die Vergütung der neuen Leistungen der Psychotherapeuten „Psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung“ auf das Niveau der antrags- und genehmigungspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen angehoben. Darüber hinaus wurde zumindest die Sprechstunde als grundversorgende Leistung anerkannt und erhält so die notwendige Förderung, die fachärztlichen grundversorgenden Leistungen laut EBM zusteht. Diese Regelung gilt rückwirkend ab 1.4.2017.

Hier finden Sie Presseerklärung vom 21.Juni 2017

Aktuelle Nachrichten

02.08.2017

bvvp Pressemitteilung

Stellungnahme des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten
(bvvp) zum Arbeitsentwurf des BMG für die Novellierung der
Psychotherapeutenausbildung

Das geplante Gesetz schließt an das ursprüngliche Psychotherapeutengesetz aus dem
Jahre 1998 an und soll die damaligen Regelungen durch ein eigenständiges Psychotherapiestudium
mit anschließender Weiterbildung refor-mieren. Der bvvp begrüßt,
dass im BMG und bei den politischen Parteien die Bereitschaft vorhanden ist, sich
dieses Reformvorhabens anzunehmen, nachdem in einem langen und schwierigen
demokratischen Abstimmungs-prozess der Psychologischen Psychotherapeuten und
Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten in der Bundespsychotherapeutenkammer
und auf dem Deutschen Psychotherapeutentag die grundlegenden Forderungen
nach einem solchen Gesetz und dessen Eckpunkte definiert wurden. Ausgangspunkte
für die Forderung waren insbesondere die fehlende Finanzierung und
der unklare rechtliche Status in der sogenannten Praktischen Tätigkeit sowie die
unklaren Zugänge zur Ausbildung. Der bvvp begrüßt, dass mit der Reform die Basis
dafür gelegt wird, dass die neuen Regelungen für Aus- und Weiterbildung dazu
führen, dass die Psychotherapeuten in ihrer Ausbildung klare rechtliche und finanzielle
Bedingungen vorfinden werden. Erfreulich ist außerdem, dass der Zugang über die
bisherigen Universitäten und ihnen gleichgestellte Hochschulen erhalten bleibt und
alle wissenschaftlich anerkannten Verfahren dort gelehrt und beforscht werden
sollen. Leider nennt das BMG an der Stelle nicht explizit die vier Grundorientierungen
der Psychotherapie (psychodynamisch, systemisch, humanistisch und verhaltenstherapeutisch)
wie im Beschluss des 25. Deutschen Psychotherapeutentages gefordert
wurde. Der bvvp hegt außerdem große Bedenken, ob die Dauer des Studiums mit 10
Semestern ausreichend sein wird um Psychotherapeuten qualifiziert auszubilden. Hier weiter lesen

10.07.2017

bvvp- online- Newsletter 06/2017, 10.07.2017 nur für Mitglieder der 18 Regionalverbände des bvvp

Liebe Kolleginnen und Kollegen,hier ist der neue bvvp-online-newsletter Nr. 6/17.Zuerst eine –begrenzt –gute Nachricht. Das BSG hat entschieden: Psychotherapeuten haben für das Jahr 2007einen Anspruch auf etwas höhere Vergütung, weil bei der Bemessung der Praxiskosten von veralteten Daten ausgegangen worden ist.Immerhin. Für das Jahr 2008 hat dasBSG jedoch keinen Nachzahlungsbedarf gesehen (s. Punkt 7.1).Und noch eine gute Nachricht: Die gemeinsamen Proteste der Verbände –auch desbvvp –, der KBV, der KVen, der Kammern und von vielenNiedergelassenen hatten Erfolg: Die Akutbehandlung und die Sprechstunde werden jetzt besser bezahlt (s. Punkt 1.1, 3.1., 3.2).Und noch eineweiteregute, ganz aktuelleNachricht: Die Fristen, die zur Umsetzung der Telematikanbindung für uns alle bisher galten, werden doch nach hinten verschoben (s. Punkt 2.1).Aberjetzt die eher schlechteNachricht: Die Abrechnungsprogrammekommen offensichtlich mit der Umstellung bereits genehmigter Therapien auf die neuen EBM-Ziffern unterschiedlich gut zurecht. Bei manchen klappt das gut, bei anderen müssen Sie selbst nachbessern (s.a. Punkte 6.1, 6.3).Wir empfehlen, dass Sie die Erläuterungen zum Update des Programms genaulesenund dass Sie den Status vom 30.6. für sich selbst protokollieren, sichern oder sonstirgendwie nachvollziehbarhabenfür den Fall, dass etwas bei der Umstellung nicht klappt.Dannsollten Sie sich zuerst an ihre Software-Firma wenden.Machen Sie auchauf jeden Falls möglichst zeitnaheine Probeabrechnung und schauen Sieins Fehlerprotokoll. Und prüfen Sie dann auch nachder an die KV abgeschickten Abrechnung deren zurückgemeldetesachlich-rechnerische Korrekturen ganz genau.2Wir wünschen Ihnen also einen möglichstproblemlosen Übergang in die schöne neue Richtlinienwelt!Im Anhang finden Sie noch den aktualisierten Honorarrechnermit den neuen Abrechnungsziffern und aktualisierten Punkte für die Psychotherapeutische Sprechstunde, die Akutbehandlung und deren Zuschläge.Mit kollegialen Grüßen-und besten Wünschen für eine erholsame Urlaubzeit-verbleibe ich im Namen des VorstandsDr. Frank Roland Deister, Vorstandsmitglieddes bvvpPS.: Es scheint so, als wenn die Gutachter zunehmend Kontingente einfach kürzen. Das sollten wir nicht einfach so hinnehmen (s. Punkt1.3).

14.06.2017

bvvp Newsletter Online Ausgabe 5/17, 12.06.2017, nur für Mitglieder der 18 Regionalverbände des bvvp

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hier ist der neue bvvp-online-newsletter Nr. 5/17.
Die verordnete baldige Einrichtung der neuen Telematik-Anbindung unserer Praxen beschäftigt viele unserer Kolleginnen und Kollegen, v.a. weil noch nicht alles klar ist (s. Punkte 3.5, 3.6, 3.7, 6.2, 6.3). Eines ist aber klar – wenn eine Praxis nicht mitmacht, dann gibt es ab dem 3. Quartal 2018 Honorarabzüge. Wir werden aber dazu noch ausführlich weiter informieren.
Ebenfalls noch nicht klar ist, ob das Gesundheitsministerium den aktuellen Beschluss der Erweiterten Bewertungsausschusses zu der Vergütungsbewertung der neuen Psychotherapie-Leistungen nicht doch beanstanden wird (wir berichteten). Das BMG hat nun weitere Informationen angefordert. Damit verlängert sich die Beanstandungsfrist bis zum 3. Juli (s. Punkt 1.1, 2.1).
Zum Schluss aber noch etwas höchst Erfreuliches:In Thüringen wurde am 8.Juni ein neuer bvvp-Landesverband gegründet! Der bvvp hat damit nunmehr insgesamt 18 Regionalverbände(s. Punkt 1.3, 1.4).

Auf gute Zusammenarbeit! Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg!

Mit kollegialen Grüßen verbleibe ich im Namen des Vorstands

Dr. Frank Roland Deister, Vorstandsmitglied des bvvp

PS.: Da der beim letzten Mal mitgesendete Honorarrechner noch etwas „buggy“ war, anbei jetzt die neue Version.

01.06.2017

Pressemeldung

"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!"

Hunderte angehende Psychotherapeuten/innen und Studierende
protestierten diesen Samstag gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse
Am Samstag, 20.5. fand ein bundesweiter Aktionstag für bessere Ausbildungsbedingungen in der
Psychotherapeutenausbildung statt. Studierende und angehende Psychotherapeuten/innen (PiA)
machten in 16 verschiedenen Städten Aktionen. Vor dem Deutschen Bundestag in Berlin standen
100 Demonstrierende und forderten lautstark von den Bundespolitikern/innen die sofortige Reform
der Ausbildung. Hier klicken zum Weiterlesen.

17.05.2017

Bundesweiter PiA-Protesttag: Stärkung der Rechte von PsychotherapeutInnen in Ausbildung - am 20.05. auch in Berlin

16.05.2017: Das PiA-Forum Berlin ruft gemeinsam mit der PsyFaKo zum bundesweiten Protesttag "Vergissmeinnicht!" auf. Es ist Wahljahr und es gilt, mit geballter Macht unsere Politiker auf die große Dringlichkeit der Ausbildungsreform aufmerksam zu machen. Beteiligen Sie sich! Mehr Infos zum Ablauf ...

PiA-Protestkundgebung am 20.05.2017 um 14:00 Uhr vor dem Deutschen Bundestag (bei der Treppe westseits)

GEMEINSAME PRESSEERKLÄRUNG

++ Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten ++

++ Deutsche PsychotherapeutenVereinigung ++

++ Vereinigung Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten in Deutschland ++

Sprechstunde und Akutversorgung sinnvoll, aber unterfinanziert

Erneute Behinderung der psychotherapeutischen Grundversorgung

Berlin,12. Mai 2017. In einem Beschluss des Bewertungsausschusses zur Bewertung der neuen Leistungen Psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung werden diese Leistungen nicht als “Grundversorgung“ definiert – mit erneut negativen Folgen für die Psychotherapeuten. „Es ist ein Widerspruch, wenn mit der Reform der Psychotherapie-Richtlinie einerseits die schnelle und niedrigschwellige Versorgung der Bevölkerung mit Psychotherapie gefördert werden soll, andererseits aber das Angebot an Psychotherapeutischen Sprechstunden und Akutbehandlungen zu finanziellen Einbußen führt“, bemängeln in einer gemeinsamen Erklärung die Verbände der Psychotherapeuten (Deutsche PsychotherapeutenVereinigung–DPtV; Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten–bvvp; Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten in Deutschland–VAKJP) heute in Berlin. „Wir fordern das Bundesgesundheitsministerium (BMG) auf, diesen unsinnigen Ausschluss zu beanstanden“, heißt es in der Erklärung der Verbände.

11.05.2017

bvvp-online-Newsletter 04/2017 für Mitglieder im bvvp

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier ist der neue bvvp-online-Newsletter Nr. 04/17.

Die neue Psychotherapierichtlinie beschäftigt uns alle weiter – nicht nur bei der Honorierung, sondern auch bei der Umsetzung in EBM-Ziffern und in die Praxis. Wir geben Ihnen hierzu noch einige wichtige Informationen (s. Punkte 1.1, 1.3, 3.10, 6.8) und legen außerdem zwei Honorarrechner jeweils für einen ganzen und einen halben Praxissitz bei – die unser Vorstandmitglied Roland Hartmann konzipiert hat –, die Ihnen helfen können, einen Überblick über zukünftige Einnahmen unter den neuen Bedingungen zu bekommen (s. Punkt 1.2 und Anlagen). Die KBV klagt jetzt übrigens definitiv gegen den EBA-Beschuss (s. Punkte 3.1 - 3.6). Ansonsten gibt es noch eine Neuigkeit – die Gruppen werden anders gestaffelt und es wird laut hinausposaunt, dass Gruppentherapien jetzt besser vergütet werden (s. Punkt 3.7). Das stimmt aber leider nicht so pauschal. Roland Hartmann hat sich in einer Mailingliste dazu folgendermaßen geäußert: „Die Gruppe bietet natürlich mehr Möglichkeiten, auch finanziell. Allerdings ist es so, dass es sich entgegen der Meldungen nicht um eine Höherbewertung im Vergleich zu den alten Gruppenziffern handelt, sondern um eine Umverteilung zu Lasten der bisherigen Kleingruppe. Um das Gleiche zu verdienen, muss man nun 6 anstelle von 4 Patienten behandeln, was zugleich einen höheren organisatorischen Aufwand bedeutet. Insbesondere z.B. für KJP-ler ist die neue Honorarstaffelung überhaupt nicht sinnvoll. Für sie war es vorher schon schwierig genug, 3er oder 4er Gruppen alters- und störungshomogen zu gleichen Uhrzeiten zusammen zu bekommen. Mit nun 6 Teilnehmern ist das quasi ausgeschlossen. Insofern ist es Augenwischerei, wenn die Kassen von 20% Honorarplus bei der Gruppe sprechen. Das ist bestenfallskostenneutral, wenn nicht sogar einmal mehr ein Sparprogramm zu unseren Lasten. Man muss also genauer hinschauen. Eine relativ gute Information habe ich aber trotzdem für Sie: Die auf uns alle zukommende Telematikanbindung wird uns weitgehend erstattet, und zwar umso besser, je eher man sich dazu entschließt (s. Punkte 3.9., 6.1).

Mit kollegialen Grüßen verbleibe ich im Namen des Vorstands

Dr. Frank Roland Deister, Vorstandsmitglied des bvvp

11.05.2017

Gründungsversammlung bvvp Thüringen e.V. am 7. Juni 2017

Mit der Gründung eines eigenständigen Landesverbands werden wir die ortsnahe berufspolitische Vertretung der PsychotherapeutInnen in Thüringen stärken! Gleichzeitig sind wir in das bundesweite Netzwerk des bvvp Bundesverbandes eingebunden und können auf die berufspolitische Erfahrung und die organisatorische Unterstützung unserer KollegInnen in den anderen Landesverbänden und dem bvvp Bundesvorstand zurückgreifen.

Deshalb freut es uns auch sehr, dass die Vorsitzende des Bundesverbands - unsere Kollegin Dr. Erika Goez-Erdmann – als Gast an der Gründungsversammlung teilnehmen wird.

Außerdem werden wir aus aktuellem Anlass vor der Gründungs-versammlung nochmal eine Fortbildungsveranstaltung zum Umgang mit der Richtlinienreform und den Befugniserweiterungen anbieten. Bei dieser werden uns die Kollegen Benedikt Waldherr, Vorsitzender bvvp Bayern, und Tilo Silwedel, Mitglied im Vorstand bvvp Bundesverband und bvvp Hessen, unterstützen. Die Einladung dazu finden Sie in Anlage.

Die Gründungsgruppe war in den letzten Wochen sehr fleißig und wird Ihnen einen Satzungsentwurf zur Aussprache und Beschlussfassung vorlegen.

(Einladung zur Gründungsversammlung)

Wir freuen uns sehr über rege Teilnahme und bitten für die Planung um Ihre Anmeldung.

Im Vorfeld der Gründungsversammlung laden wir ab 18 Uhr nochmal ein zur Fortbildungsveranstaltung „Strategien zum Umgang mit der Richtlinienreform und Befugniserweiterung“ Die Programmübersicht finden Sie hier.

Die Teilnahme ist kostenfrei, für die Planungen bitten wir um schriftliche Anmeldung, am Ende der Einladung zur Fortbildungsveranstaltung finden Sie einen Anmeldeabschnitt.

Wann: Am 07.06.2017 in Weimar um 20.15 Uhr

Wo: KV Thüringen, Zum Hospitalgraben 8, 99425 Weimar

02.05.2017

Aktualisierte FAQs des bvvp zur Psychotherapie-Richtlinienreform ab 2.5.2017 stehen in den internen Seiten zur Verfügung

29.03.2017

Gemeinsame Presseerklärung bvvp, DPtV, VAKJP

Heutiger Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses

Verheerendes Ergebnis für die psychotherapeutische Versorgung

Berlin, 29.3.2017.

Gegen die Stimmen der KBV hat der Erweiterte Bewertungsausschuss heute einen versorgungsfeindlichen Beschluss gefasst. „Mit diesem Beschluss wird die gesamte Reform der Psychotherapie-Richtlinie ausgehebelt, die eigentlich ab 1.4. 2017 hätte umgesetzt werden sollen“, erklären die drei Verbände, Damit werden die Reformbemühungen des Gesetzgebers, psychisch kranken Patienten einen zeitnahen Zugang zur Psychotherapie zu ermöglichen, nicht umgesetzt, sondern erschwert.