Aktuelle Nachrichten

16.05.2018

Die vier großen Psychotherapeuten-Verbände fordern in gemeinsamer Pressemitteilung:

Reform der Psychotherapeutenausbildung fortsetzen

In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die vier großen Psychotherapeuten-Verbände bvvp, DGVT, DPtV und VAKJP* mit insgesamt über 28 000 Mitgliedern die Politik auf, das Gesetzgebungsverfahren zur Reform der Psychotherapeutenausbildung zügig fortzusetzen. Nach dem Deutschen Psychotherapeutentag am 21.April 2018 verabschiedeten auch die im ‚Gesprächskreis II‘ zusammengeschlossenen über 30 Verbände der Psychotherapeuten die Forderung nach einer Reform der Psychotherapeutenausbildung. Sie unterstützten die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgelegten Eckpunkte und bekräftigten die Notwendigkeit der sozialrechtlichen Absicherung der zukünftig an das Studium anschließenden Weiterbildung.

Die vollständige Pressemitteilung der folgenden Verbände* finden Sie hier.

  • bvvp – Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten
  • DGVT – Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie
  • DPtV – Deutsche PsychotherapeutenVereinigung
  • VAKJP – Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Deutschland

Bei Fragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an:

Anja Manz, E-Mail: presse@bvvp.de, Tel: 49+ 30 887 259 54

14.05.2018

PiA-Presseerklärung von pia.forum Berlin und PsyFaKo

„Hey Minister Spahn, fang mit der Reform jetzt an!“

Hunderte angehende Psychotherapeuten/innen und Studierende protestierten vorige Woche gegen ausbeuterische Arbeitsverhältnisse

Vorige Woche fanden in zwölf Städten, verteilt über das gesamte Bundesgebiet, unter dem Motto „PiAReform, wir warten noch immer!“ Aktionen statt, um auf die schwierigen Ausbildungsbedingungen von
Psychotherapeuten/-innen aufmerksam zu machen. In Berlin trafen sich 50 Personen zu einer Kundgebung vor dem Bundesministerium für Gesundheit und skandierten „Hey Jens Spahn, fang mit der Reform jetzt an!“, um Minister Jens Spahn auf die große Dringlichkeit der Reform aufmerksam zu machen. In Köln gab es eine Demonstration mit 300 Teilnehmenden. Außerdem wurde in Bamberg, Würzburg, Witten, Magdeburg, Dresden, Göttingen, Erlangen Mainz, Frankfurt und Bielefeld demonstriert.

Die vollständige Presseerklärung finden Sie hier.

13.05.2018

Der neue bvvp-online-newsletter Nr. 5/18 liegt vor

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier ist der neue bvvp-online-newsletter Nr. 5/18.
Die Umsetzung der Telematikinfrastruktiur beschäftigt uns alle weiter. Die KBV rät aktuell dazu noch abzuwarten, weil es noch keine neue Einigung mit den Kassen zur Erstattung gibt und, wenn hier keine Nachbesserung passiert, viele Praxen draufzahlen müssten, weil die zeitnahe Installation nicht zugesichert werden kann. Der bvvp wird ggf. Klagen unterstützen, falls es tatsächlich dazu kommen würde, dass Kolleg(inn)en unverschuldet auf den Kosten für die TI sitzen bleiben sollten.

Außerdem gibt es inzwischen eine wachsende Protestbewegung, die das ganze TI-Konzept total ablehnt. Der bvvp beteiligt sich allerdings nicht an diesen Protesten. Die Gründe dafür und weitere Erläuterungen zu Fragen der TI finden Sie in einem eigenen Infoblatt.

Das andere heiße Thema ist immer noch die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung, die ab 25. Mai auch für uns alle gilt. Wir haben Ihnen dazu erneut einige wichtige Informationen zusammengestellt.

Mit kollegialen Grüßen
verbleibe ich im Namen des Vorstands
Dr. Frank Roland Deister,
Vorstandsmitglied des bvvp

08.05.2018

der bvvp TV-Tipp aktuell:

Zur psychotherapeutischen Versorgungssituation in Thüringen

Thüringens bvvp Vorsitzende Juliane Sim im Interview

Wann: Mittwoch, 9. Mai 2018 ab 19.00 Uhr im Thüringen Journal des MDR

Oder in der MDR Mediathek!

Nicht verpassen!

07.05.2018

bvvp Presseerklärung

Der bvvp positioniert sich: Pro Zusammenarbeit mit Ärzten, Contra Zwietracht

Der Deutsche Ärztetag steht kurz bevor, das Thema „Psychische Erkrankungen: Versorgung aus ärztlicher Sicht“ steht dort auf dem Programm. Zur Einstimmung auf das Thema gehen einige ärztliche Verbände derzeit mit Stellungnahmen gegen die Neuordnung der psychotherapeutischen Ausbildung an die Öffentlichkeit. Das BMG hatte dazu im Juli 2017 einen Arbeitsentwurf zu einer Gesetzesänderung vorgelegt. Darin wird ein eigener Studiengang Psychotherapie mit anschließender Weiterbildung vorgesehen, der mit der Struktur der ärztlichen Ausbildung vergleichbar ist.

Der bvvp mit insgesamt über 5.000 Mitgliedern, der als gemischter Verband auch 2.500 (fach-)ärztliche PsychotherapeutInnen vertritt, appelliert dringend an die Vertreter beim Deutschen Ärztetag: Informieren Sie sich genau über die geplante Reform der psychotherapeutischen Ausbildung! Überprüfen Sie die Argumente derer, die spalten wollen! Zum Teil wird mit Falschaussagen über die geplante Reform nicht nur das Verhältnis zwischen ÄrztInnen und PP/KJP getrübt, sondern auch innerärztlich Zwietracht gesät!

Die ausführliche Argumentation für eine Zusammenarbeit mit Ärzten und gegen eine Strategie, die Zwietracht sät, entnehmen Sie bitte der angehängten Pressemitteilung.

Für den bvvp

Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr

1. Vorsitzender

Berlin, 05.05.2018

06.05.2018

Wichtige Info: Wie steht der bvvp zur Telematik Infrastruktur?

Wir erleben zurzeit, dass viele Kolleginnen und Kollegen verunsichert sind, was mit der Telematik-Infrastruktur, kurz TI, auf sie zukommt. Einige Protestaktionen haben sich formiert. Die Kompliziertheit der Technik, der Zwang zur Anbindung mit der Androhung von einem Prozent Honorarkürzung, der Ärger über mögliche Zuzahlungen bei der Anschaffung, die Sorge um die Sicherheit der Daten, alles das macht das TI-Projekt nicht gerade beliebt und verursacht verständlicherweise Ärger und große Beunruhigung.

Der bvvp beteiligt sich trotzdem nicht an den Protesten gegen die Telematik Infrastruktur.

Warum das so ist, entnehmen Sie bitte dem Dokument auf den internen Seiten. Hier können Sie sich einloggen.

24.04.2018

bvvp Pressemitteilung

bvvp begrüßt die Resolution des Deutschen Psychotherapeutentages gegen einen Modellstudiengang Psychopharmakologie

Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) begrüßt die Entscheidung des Deutschen Psychotherapeutentages vom 20. und 21. April in Bremen gegen den vorgesehenen Modell­studien­gang „Psychopharmakologie“. Der bvvp lehnt – gemäß seiner am 8. März 2018 auf der Delegiertenversammlung des Verbands verabschiedeten Resolution – die Verordnung von Psychopharmaka durch Psychotherapeuten ab. Die Zukunft der Psychotherapie liegt nicht darin, dass Psychologische Psychotherapeuten und Kinder -und Jugendlichen-Psychotherapeuten künftig Psychopharmaka verordnen können.

Die ausführliche Begründung entnehmen Sie bitte der im pdf hinterlegten Pressemitteilung.

Die Resolution des 32. Deutschen Psychotherapeutentags, in der es unter anderem heißt: "Der vom Bundesministerium für Gesundheit vorgeschlagene Modellstudiengang zur Verordnungsbefugnis für Psychopharmaka ist nicht zielführend", finden Sie hier.

Für den bvvp

Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr

1. Vorsitzender

Berlin, 24.04.2018

23.04.2018

Gefährliches Bild vom psychisch Kranken als potentiellen Straftäter -

Der bvvp positioniert sich gegen den vorliegenden Entwurf für ein Bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz

In der bvvp Stellungnahme gegenüber der KBV Bayern von Angela Lüthe, Mitglied des Vorstands im Landesverband Bayern, wird deutlich: Der bvvp lehnt diesen Gesetzentwurf ab, der ein gefährliches Bild von psychisch Kranken als potentielle Straftäter zeichnet.

In der Stellungnahme, die der bvvp bereits im Februar abgegeben hat, macht die Autorin deutlich: Der Gesetzentwurf ist maximal an den Bedürfnissen der Unterbringung im Maßregelvollzug orientiert mit weitreichendsten Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte der untergebrachten Personen. Dies führt zu einer Art Kriminalisierung und Stigmatisierung der psychisch Kranken, die z.B. aufgrund einer organischen Psychose oder einer schweren Depression mit Suizidalität vorübergehend geschlossen untergebracht sind. Diese Menschen brauchen eine entsprechend ihren Bedürfnissen ausgerichtete bestmögliche Behandlung und nicht die weitreichende Beschränkung, Reglementierung und Überwachung ihrer persönlichsten Bereiche wie es Straftäter im Maßregelvollzug benötigen.

Die vollständige Stellungnahme gegen den inhumanen Gesetzentwurf finden Sie hier

16.04.2018

bvvp Pressemitteilung

Der bvvp fordert: Psychotherapie soll als Kernfach eines modernen Gesundheitssystems definiert werden

Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) begrüßt, dass der neue Gesundheitsminister Spahn mit Schwung an seine neue Aufgabe geht. Er hat sich verschiedentlich dazu geäußert, dass er die ambulante Versorgung verbessern will. Der bvvp geht davon aus, dass der Minister dabei auch an die Versorgung psychisch Kranker gedacht hat.

Da er dies bisher aber nicht explizit erwähnt hat, weist der bvvp darauf hin, dass dieser Bereich besonders wichtig ist. Damit einher geht die Forderung und Bitte des bvvp, dass sich der Minister mit großer Sorgfalt um diesen Bereich kümmert, und sich mit Vertretern des Faches abspricht, bevor er große Würfe wagt. Psychotherapeutische Versorgung und die Behandlung psychisch kranker Menschen unterliegen in mancher Hinsicht anderen Regeln und Gesetzmäßigkeiten als die Behandlung somatischer Krankheiten. Das sollte von dem offenbar tatendurstigen Gesundheitsminister unbedingt berücksichtigt werden.

Die ausführliche Begründung für die Forderung des bvvp, die Psychotherapie als Kernfach eines modernen Gesundheitssystems zu definieren, finden Sie Sie hier.

Bitte beachten Sie auch die im Folgenden angehängte Tabelle!

Für den bvvp

Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr

1. Vorsitzender

Berlin, 26.02.2018

14.04.2018

Tabelle belegt: Zweilassenmedizin "andersherum": Benachteiligung von Privatpatienten

Die beigefügte Tabelle belegt es eideutig: In der Psychotherapie ist die „Zweiklassenmedizin“ andersherum: Privatpatienten sind mehr benachteiligt als gesetzlich Versicherte. Das liegt daran, dass in der gesamten GOÄ / GOP die gesprächs- und zuwendungsorientierten Leistungen seit vielen Jahren absolut unterbewertet sind. Aber auch die EBM Leistungen sind unterbewertet, es gibt nur ein erklagtes Mindesthonorar für einige Leistungen. Mit diesem kann ein maximal ausgelasteter Psychotherapeut so viel verdienen wie ein durchschnittlich arbeitender Facharzt einer schlecht verdienenden Facharztgruppe.