Aktuelle Nachrichten

13.08.2018

Der bvvp-online-Newsletter Nr. 8/18 liegt vor

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier ist der neue bvvp-online-newsletter Nr. 8/18.

Was alle im Gesundheitswesen aktuell sehr beschäftigt ist der Referentenentwurf zum neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), den Minister Spahn auf den Wege gebracht hat. Es gibt natürlich genauso viele Ablehnungen wie auch Zustimmungen aus den Reihern der Niedergelassenen, der KVen, der Politik und der Krankenkassen. Auch der bvvp hat zusammen mit der VAKJP und der DPtV Stellung genommen, wird aber auch noch eine eigene Stellungnahme dazu verfassen, um seine Position akzentuierter darzustellen (s. Punkte 1.1, 1.2, 2.1-2.3, 3.1-3.4, 5.1).

Weiter beschäftigt uns alle immer noch die aufgezwungene Umsetzung der Telematikinfrastruktur in unseren Praxen. Einige unserer Mitglieder scheinen unsere Ausführungen dazu in dem Sinn missverstanden zu haben, als befürworteten wir dabei eine baldige Teilnahme. Das tun wir nicht! Wir haben nur versucht, Sie so umfassend wir möglich zu informieren, dabei allerdings von einem Boykott der Psychotherapeutenschaft eher abgeraten. Aber jeder muss und soll das selbst entscheiden (S. Punkte 1.3, 1.4., 2.5-2.10, 3.5-3.9, 6.1-6.4).

Mit kollegialen Grüßen

verbleibe ich im Namen des Vorstands

Dr. Frank Roland Deister,

Vorstandsmitglied des bvvp

PS.: Noch ein wichtiger Hinweis zum Entwurf der TSVG. Darin heißt es, dass Psychotherapeuten von der Pflicht, jenseits der wöchentlichen 20 Patientenbehandlungskontaktstunden 5 offene Sprechstundentermine anzubieten, ausgenommen sind, weil Psychotherapeuten bereits im Rahmen des Versorgungstärkungsgesetzes (offene) psychotherapeutische Sprechstunden wöchentlich anzubieten haben. Aber die Erhöhung von 20 auf insgesamt 25 Stunden, die man der Versorgung der Patienten zur Verfügung stehen muss, gilt auch für sie (s. a. Punkt 1.2)

02.08.2018

Gemeinsame Pressemitteilung

++Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten – bvvp++

++Deutsche PsychotherapeutenVereinigung – DPtV++

++ Vereinigung der analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten – VAKJP++

TSVG: Psychotherapeuten-Verbände sehen positive Ansätze

Vorgaben zur Stärkung der sprechenden und zuwendungsorientierten Fächer präzisieren

Berlin, 02. August 2018. Die Psychotherapeuten-Verbände Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Bundesverband der Vetragspsychotherapeuten (bvvp) und die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (VAKJP) begrüßen, dass das Terminservice- und Versorgungsgesetz, TSVG, die Absicht des Koalitionsvertrages aufnimmt, die sprechende Medizin zu unterstützen. Die Überprüfung der technischen und nicht-technischen Anteile der Vergütung mit einer Fristsetzung Mitte 2019 wird als sinnvoll beurteilt. Gerade die Vorgaben hinsichtlich einer angemessenen Vergütung aller zeitgebundenen psychotherapeutischen Leistungen sollten allerdings präziser ausfallen, „so reicht das nicht aus“, sind sich die Verbände einig. Außerdem sollten diese Leistungen dauerhaft extrabudgetär vergütet werden, um eine bedarfsgerechte Finanzierung sicherzustellen. Die im TSVG vorgesehenen finanziellen Anreize zur Aufnahme neuer Patienten sollten auch auf die Psychotherapie ausgedehnt werden, dazu sollten die Bewertungen der sehr zeitaufwändigen Psychotherapeutischen Sprechstunde und der Akutbehandlung angehoben werden.

Die Verlängerung der Frist bei der Überarbeitung der Bedarfsplanung darf nach Ansicht der Verbände nicht zum Freibrief für weitere Verzögerungen einer dringend notwendigen Reform werden. Diese Reform – aus der eine gezielte Erhöhung der Anzahl der Psychotherapeutensitze in schlechter versorgten Regionen resultieren muss - ist Grundlage einer verbesserten psychotherapeutischen Versorgung. Alle Maßnahmen zur Ausweitung der Terminservicestellen (TSS) können bei den Psychotherapeuten nur durch ein bedarfsgerechtes Behandlungsangebot greifen. „Die enorme Spreizung der Verhältniszahlen zwischen den unterschiedlichen Regionstypen im Bereich der Psychotherapeuten entspricht in keiner Weise der Häufigkeit psychischer Erkrankungen, dies ist einfach unangemessen“, betonen die Verbände. Ob – wie im TSVG vorgesehen – die Öffnung ländlicher Bereiche etwas bringe, müsste diskutiert werden; neben den ländlichen Regionen wird ein stärkerer Bedarf in den so genannten mitversorgten Regionen im Umland größerer Städte gesehen.

Die Erhöhung der Mindestsprechstundenzeit auf 25 Stunden wird dagegen nach Ansicht der Verbände für die psychotherapeutische Versorgung nicht viel bringen: „Die niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten durchschnittlich 49 Wochenstunden, davon 31 Stunden im direkten Patientenkontakt, weit überwiegend mit gesetzlich Versicherten (Angaben nach Zi Praxis-Panel Jahresbericht 2015). Hilfreich wäre eine Entlastung von Bürokratie, aber auch die Anerkennung der zur guten Patientenbehandlung notwendigen ergänzenden Leistungen wie Kooperations- und Koordinierungsleistungen.“

Nach Ansicht der Psychotherapeuten-Verbände verdienen die Pläne zur Einführung der elektronischen Patientenakte ein äußerst kritisches Augenmerk: „Die Schweigepflicht ist bei psychischen Erkrankungen ein besonders sensibles Thema. Ob das TSVG den Patienten einen ausreichenden Schutz gegenüber den Begehrlichkeiten verschiedener Player an den Datensammlungen bietet, muss sorgfältig geprüft werden.“

Hier finden Sie das Original-pdf

09.07.2018

Aktuell Info-Kompakt: Informationen zur Telematik-Infrastruktur - nur für Mitglieder

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Telematik-Infrastruktur macht erneut Schlagzeilen, aber leider weiterhin keine positiven – im aktuellen bvvp Info-Kompakt Nr. 6, finden Sie die wichtigsten Informationen zum derzeitigen Sachstand.

Das Dokument finden Sie auf den internen Seiten.

09.07.2018

Der bvvp-online-Newsletter Nr. 7/18 liegt vor

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier ist der neue bvvp-online-newsletter Nr. 7/18.

Die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung und auch die TI-Anbindung sind weiterhin wichtige Themen für heiße Diskussionen und z.T. gibt es auch neue Informationen.

Aber es gibt parallel noch einiges Anderes, was uns intensiv beschäftigt. So wurde z.B. eine neue Leitlinie ADHS veröffentlicht, an der der bvvp mitgearbeitet hat, deren Ergebnis und Endfassung er aber nicht ganz befriedigend findet. Wir haben dazu eine Pressemitteilung verfasst, die jedoch in einer psychotherapeutischen Mailingliste angegriffen und falsch interpretiert wurde, wie das im Netz oft so ist. Da kann man leider nichts machen.

Weitere Leitlinien befinden sich nach wie vor in Arbeit. So steht die Leitlinie Schizophrenie kurz vor der Veröffentlichung. Und die Entwicklung der Leitlinie Borderline befindet sich noch in der Anfangsphase. Die Arbeit geht uns also nicht aus. Ausführliche Infos zu diesen und weiteren Themen finden bvvp-Mitglieder im Newsletter.

Mit kollegialen Grüßen

verbleibe ich im Namen des Vorstands

Dr. Frank Roland Deister,

Vorstandsmitglied des bvvp

03.07.2018

bvvp Pressemitteilung aktuell

Leitlinie ADHS: Es fehlen Langzeitstudien und ein wissenschaftlicher Diskurs - Der bvvp fordert von der Politik Lösungen

Die gesamte Stellungnahme finden Sie hier.

26.06.2018

„Masse statt Klasse“ – Patientinnen und Patienten werden zu Stückgut und Behandler zu Akkordarbeitern

Der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) lehnt den Vorschlag der Krankenkassen, sowohl die regulären Praxisöffnungszeiten auszudehnen als auch sie auf Abende und Wochenenden auszudehnen, entschieden ab.

„Damit wird eine Vorstellung der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlungstätigkeit geschaffen, in der die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten zu Heilmaschinen entwertet werden, die nach Belieben ihre Betriebsdauer und -geschwindigkeit erhöhen können“, kritisiert Ulrike Böker, Mitglied des bvvp-Bundesvorstands.

Gerade in der psychotherapeutischen Arbeit mit Patientinnen und Patienten gibt es eine persönliche Belastungsgrenze der Therapeuten. Dasselbe gilt auch für andere Fachbereiche der Medizin. Die Beachtung dieser Grenze garantiert die gute Qualität der Therapie und die Zufriedenheit aller Beteiligten. Zuwendung und Zeit sind grundsätzliche Wirkfaktoren für eine erfolgreiche Behandlung.

Die ausführliche Begründung für die Positionierung des bvvp gegen eine Ausweitung der Praxisöffnungszeiten lesen Sie hier.

25.06.2018

Neue Broschüre zu den Befugniserweiterungen liegt vor

Wir freuen uns, Ihnen unsere neue Broschüre zu den Befugniserweiterungen für Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen vorlegen zu können.

Diese Erweiterung wird im Laufe der Zeit zunehmend in den Praxisalltag einfließen und ist eine wichtige Grundlage für die kooperative und sektorenübergreifenden Behandlung der Patientinnen und Patienten. Zu den rechtlichen Implikationen gibt es bereits gute Materialien.

Wir im bvvp haben uns mit dieser Broschüre darüber hinaus zum Ziel gesetzt, unseren Mitgliedern die praktische Anwendung zu erleichtern, mit Tipps und Hinweisen mehr Sicherheit zu ermöglichen und eine konkrete Anleitung zum Nachschlagen an die Hand zu geben.

Nichtmitglieder können die Broschüre für 6,80 € incl. MwSt. plus Versand bestellen unter bvvp@bvvp.de.

Mitglieder können sie auf den internen Seiten herunterladen.

20.06.2018

Jetzt schnell bestellen!

Die aktualisierte Broschüre: KOOPERATIONSFORMEN FÜR PSYCHOTHERAPEUTISCHE PRAXEN

Profitieren Sie jetzt von ausführlichen Informationen über die diversen Formen der Zusammenarbeit. In der aktualisierten Broschüre werden die rechtlichen Voraussetzungen und Fallstricke der unterschiedlichen Möglichkeiten, Ihre Arbeitssituation zu organisieren, erläutert. Und es gibt Änderungen, die Sie kennen sollten.

Doch diese Broschüre kann Ihnen vor allem helfen, die Vorteile der Kooperationsformen zunutzen, seien es zum Beispiel flexiblere Arbeitszeiten oder ein geringeres finanzielles Risiko bei der Niederlassung.

Preis pro Exemplar für bvvp-Mitglieder: 14,80 € plus MwSt. und 2,50 € Versandkostenpauschale.

Preis pro Exemplar für Nichtmitglieder: 24,80 € plus MwSt. und 2,50 € Versandkostenpauschale. pro Sendung

Ordern Sie jetzt Ihre druckfrische Broschüre mit unserem Bestellflyer und schicken Sie ihn per Mail an bvvp@bvvp.de oder per Fax an: 030 887 25 953

13.06.2018

Kenner nennen es längst „Die Bibel der Abrechnung“

Das EBM-INFO-PAKET PLUS 2018 ist da!

Das EBM-Info-Paket Plus 2018, erstellt von Dr. Elisabeth Störmann-Gaede, bvvp-Vorstandsmitglied und Referentin für Abrechnung, enthält wertvolle Informationen für Ihre tägliche Abrechnungspraxis. Das Heft wird jährlich aktualisiert. Das „Plus“ steht für Privatliquidationen anhand der GOÄ bzw. der GOP.

  • Ihre Übersicht der wichtigsten Infos zu GKV- und Privatpatientenabrechnung
  • Kompakte Fachkapitel-Tabellen im A 4-Format
  • Differenzierte Einstiegshilfe für neu niedergelassene PsychotherapeutInnen
  • Abrechnungsbeispiele
  • ICD 10 "Spickzettel"
  • Weitere kompakte Informationen und Hinweise

Im ABO auch für Nichtmitglieder erhältlich! Interessiert? Einfach bestellen und das aktuelle EBM-Paket wird an Ihre Praxis geliefert!

Format DIN A4+, 46 Seiten, Juni 2018

Kostenbeitrag für Nichtmitglieder 26,- € + MwSt. inkl. Versandkosten (Abo)

Mitglieder erhalten es automatisch und kostenfrei. Nichtmitglieder können das EBM-Info-Paket Plus über die Bundesgeschäftsstelle abonnieren: Bestellblatt nutzen und an bvvp@bvvp.de senden.

11.06.2018

Der bvvp-online-Newsletter Nr. 6/18 liegt vor

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier ist der neue bvvp-online-newsletter Nr. 6/18.
Zwei bekannte Themen beschäftigen viele von uns leider nach wie vor. Das ist einerseits weiterhin die uns aufgezwungene TI-Anbindung unserer Praxen, nachdem unser neuer Gesundheitsminister hier erst einmal ziemliche Verwirrung gestiftet hat.
Inzwischen hat außerdem die KBV in den Nachverhandlungen mit den Kassen eine Erhöhung der Erstattungen für die TI erreicht, aber ob das ein gutes Ergebnis ist und Sie jetzt loslegen sollten, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Das andere Thema ist die EU-Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai scharf gestellt wurde - und da sollten Sie wirklich aufpassen. Unser Vorstandkollege Martin Klett warnt z.B. davor, dass viele Kollegen Opfer von Abmahnanwälten werden könnten, weil sie ihre Internetseiten nicht dieser Datenschutzverordnung entsprechend angepasst haben. Er empfiehlt derzeit jedem, seine Praxis-Homepage – sofern vorhanden – vom Netz zu nehmen, bis sie ein fachkundiger Mensch (am besten ein Jurist oder ein sonst dafür qualifizierter Fachmann) geprüft hat. Auf jeden Fall sollte ein Button zur Datenschutzerklärung auf der Homepage installiert sein.

Mehr Infos zum Inhalt unseres top-aktuellen Newsletters finden Sie hier.