FAQs des bvvp zu den Richtlinien nochmals aktualisiert!

Für Mitglieder im Mitgliederbereich wurde die Aktualisierung mit Stand der Richtlinen 04.07 2017 eingestellt. Informationen auch über die Bundesgeschäftsstelle per E-Mail bvvp@bvvp.de abrufbar.

Proteste der Psychotherapeuten erfolgreich - Aufwertung von Sprechstunde und Akutbehandlung

Krankenkassen lenken ein

Hier finden Sie Presseerklärung vom 21.Juni 2017

Aktuelle Nachrichten

Gemeinsame Presseerklärung: Sprechstunde und Akutversorgung sinnvoll, aber unterfinanziert

Die zur Förderung der fachärztlichen und psychotherapeutischen Grundversorgung vor einigen Jahren eingeführte Quartalspauschale („PFG“) kann je Patient zusätzlich abgerechnet werden, wenn in einem Quartal ausschließlich Grundversorgungsleistungen durchgeführt wurden. Mit dem neuen Beschluss sollen nun die Psychotherapeuten, die bei einem Patienten die Psychotherapeutische Sprechstunde oder Akutbehandlung durchführen, keine PFG erhalten.

Absicht des Gesetzgebers war es, mit dem GKV-Versorgungsstärkungs-gesetz den niedrigschwelligen Zugang zur Psychotherapie zu stärken. Mit der Psychotherapeutischen Sprechstunde soll die frühzeitige diagnostische Abklärung und Indikationsstellung ermöglicht und mit der Akutbehandlung schnell und unbürokratisch mit der Behandlung begonnen werden können.

Dies wird nun - nach dem Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses zur Bewertung der neuen Leistungen - ein weiteres Mal unterlaufen und damit eine bessere Versorgung psychisch kranker Menschen torpediert. Bereits am 29. März 2017 hatte der Erweiterte Bewertungsausschuss den Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie massiv erschwert, indem er die Psychotherapeutische Sprechstunde und die Akutbehandlung schlechter vergütet hat als die antragspflichtige Psychotherapie. Die KBV, die bei diesem Beschluss überstimmt worden war, hat deswegen Klage vor dem Landessozialgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) verlangt eine rechtssichere und wirtschaftlich ausreichende Vergütung der neuen Leistungen und auch der probatorischen Sitzungen.

„Wir sind solidarisch mit unseren Kolleginnen und Kollegen, die mit vielen Anschreiben an die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen ihren berechtigten Ärger vortragen und Korrekturen der Honorarbeschlüsse einfordern“, erklären DPtV, bvvp und VAKJP. „Wir hoffen, dass das BMG zu Gunsten einer reibungslosen Versorgung auch den Ausschluss der PFG beanstandet“.

Gemeinsame Presseerklärung im Wortlaut

Fragen von Medien beantwortet:

Ursula-Anne Ochel, Tel.: 033636 – 27 90 78 oder 0171 – 322 43 46

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