Neues im EBM zur Berichtspflicht

Im neuen EBM 2008 steht auf Seite 14 unten, und dies gilt somit ab 1.1.08:

Für Gebührenordnungspositionen des Abschnittes 35.2 ist die Berichtspflicht erfüllt, wenn zu Beginn und nach Beendigung einer Psychotherapie, mindestens jedoch einmal im Krankheitsfall bei Therapien, die länger als ein Jahr dauern, ein Bericht an den Hausarzt entsprechend der Gebührenordnungsposition 01600 bzw. ein Brief entsprechend der Gebührenordnungsposition 01601 erstellt und versendet wird.

Damit ist die Erfüllung der lästigen - und wenig sachgerechten - Berichtspflicht zwar weiterhin Voraussetzung für die Honorierung unserer Therapieleistungen, aber sie fällt nicht mehr jedes Quartal an, da definitionsgemäß ein Krankheitsfall vier Quartale umfasst. Außerdem sind erfreulicherweise Vorgespräche, aus denen keine Therapie wird, nicht mehr in diesem Sinne berichtspflichtig, ebenso wie Behandlungen mit den 10-Minuten-Ziffern (2X220). Die „grundsätzliche Verpflichtung zur Übermittlung von Behandlungsdaten“ besteht aber natürlich auch hier, wenn auch ohne Sanktionsdrohung.

Weiterhin sollte man Therapiepatienten aber über die Berichtspflicht informieren und befragen, ob  sie einem Bericht zustimmen. Dabei kann ein Patient selbstverständlich nach wie vor ablehnen. Dies muß er nicht schriftlich tun, aber man sollte es in den eigenen Akten und dann in der KV-Abrechnung vermerken – das genügt formal.

F.R. Deister, bvvp