Landeskonferenz der Richtlinienpsychotherapeuten Nordrhein


An die
Sprecher der in der Landeskonferenz
vertretenen Verbände

An die
Landeskonferenzen und entsprechende
Verbandszusammenschlüsse von
Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen
Westfalen-Lippe

Bonn, den 14.7.1999

Bericht der Landeskonferenz der Richtlinienpsychotherapeuten Nordrhein über den
Stand der Aktivitäten zur QS in Nordrhein

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem QS lange Zeit immer wieder hinter anderen Themen zurückstehen mußte, wird es jetzt akut: Auf Bundesebene wird der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen für die Belange der Psychotherapie etwas verabschieden, das die Vorgabe der Psychotherapie-Richtlinien nach Maßnahmen zur Evaluation der Prozeß- und Ergebnisqualität erfüllt.

Wie man hört, ist daran gedacht, daß erfahrene Therapeuten statt Gutachterverfahren auch ein anderes Verfahren wählen können, mit dem sie den Zustand ihrer Patienten zu Beginn der Therapie und seine Veränderung am Ende dokumentieren. Die Ausgestaltung dieser Dokumentation wird in einem dafür eingerichteten Arbeitsausschuß geplant; Anfang August findet dazu die nächste Sitzung statt.

Der Beratende Fachausschuß Psychotherapie der KV Nordrhein hat dazu eine Stellungnahme verabschiedet und dem Vorstand der KV Nordrhein und dem Bundesfachausschuß Psychothe-rapie zugeleitet . Nachrichtlich wurden die Fachausschüsse in den KV-en informiert.

In diese Stellungnahme ist die Vorarbeit, die auf Verbändeebene innerhalb der Landeskonfe-renz geleistet worden ist, eingeflossen: Die niedergelassenen Psychotherapeuten in Nordrhein halten es für unabdingbar im Sinne von QS , daß die späteren Anwender an der Entwicklung von QS-Maßnahmen beteiligt sind und ihren Sachverstand einbringen. Außerdem sollten, da es bisher für den ambulanten Bereich kein evaluiertes Verfahren gibt, verschiedene QS-Konzepte erprobt und evaluiert werden, bevor eines davon offiziell verabschiedet wird.

Um die Auseinandersetzung mit QS in den Verbänden der Landeskonferenz zu fördern, wurde Frau Piechotta zur QS-Beauftragten der Landeskonferenz ernannt.

Die Dokumentation, die von den QS-Beauftragten der psychotherapeutischen Fachverbände in der AWMF entwickelt worden ist, die Psy-BaDo, wird von uns in der ambulanten Praxis tätigen Psychotherapeuten in ihrer jetzt vorliegenden Form als wenig geeignet angesehen , die Stellungnahme der Landeskonferenz Nordrhein vom 23.1.99 dazu ging im Frühjahr d.J. an alle Psychotherapeutenverbände sowie Fachausschüsse, auch den Krankenkassen wurde sie zugeleitet.

Die QS-Beauftragten von DGPM, DGPT und AÄGP planen nun mit der Ärztekammer Nord-rhein einen Probelauf der Psy-BaDo, an dessen Gestaltung die Niedergelassenen über die Lan-deskonferenz beteiligt werden sollen. Wir Niedergelassenen werden versuchen, hier unsere Vorstellungen u.a. zur Modifizierung der Psy-BaDo i.S. von Anwendbarkeit im ambulanten Bereich einzubringen.

Erfreulicherweise ist inzwischen die Diskussion über QS auch bundesweit in Gang gekom-men, im Internet sind dazu unter folgenden Adressen weitere Informationen zu erhalten:

http://www.bvvp.de
http://www.psychotherapie.org
http://ourworld.compuserve.com/homepages/piechotta/
http://www.bbpp.de

Mit kollegialem Gruß

Löber-Kraemer
(Sprecherin der Landeskonferenz)


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