Das Amtsgericht Mainz hat mit Entscheidung vom 23.09.2003 (Az.: 81 C 221/03)

erneut bestätigt, dass Psychotherapeuten für fest vereinbarte, aber nicht wahrgenommene Sitzungstermine ein Vergütungsanspruch zusteht. Dies gelte auch für einen telefonisch vereinbarten Erstgesprächstermin. Der Anspruch des Therapeuten sei gem. § 615 BGB (Annahmeverzug) begründet. Darauf, ob der (potentielle) Patient die Säumnis verschuldet habe oder nicht, komme es daher nicht an, ebenso wenig darauf, ob die Vergütungspflicht vorher ausdrücklich angesprochen war oder nicht. Ein Abschlag vom üblichen Honorar sei nicht vorzunehmen.