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bvvp-Hamburg: Wer wir sind

Der bvvp-Hamburg ist als integrativer Berufsverband der einzige, der die Interessen aller psychotherapeutischen Berufsgruppen (rztliche Psychotherapeuten, Psychiater, Fachrzte fr psychosomatische Medizin, Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten) mit allen sozialrechtlich anerkannten Therapieverfahren (analytische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie) gleichermaen und engagiert vertritt.
Im Vorstand des bvvp-Hamburg sind rzte wie Psychologen, Therapeuten fr Erwachsene wie KJP und alle drei in der Richtlinienpsychotherapie zugelassenen Verfahren vertreten. Mitglieder des Vorstands des bvvp-Hamburg arbeiten in den Gremien der KV ebenso wie in der rzte- und der Psychotherapeutenkammer mit.

Psychotherapeuten Verbände lehnen TSVG ab: Gemeinsame Pressemitteilung vier großer Psychotherapeutenverbände – und ein Kommentar des bvvp im Observer Gesundheit
 

Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp)
Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV)
Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT)
Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (VAKJP)

Gemeinsame Pressemitteilung

Neue Engpässe statt guter Patientenversorgung – Psychotherapeuten Verbände lehnen TSVG ab

Berlin, 02. Oktober 2018. Vier große Fach- und Berufsverbände der Psychotherapeuten lehnen den Vorschlag Nr.51b im Kabinettsentwurf der Bundesregierung zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in der vorliegenden Form einhellig ab. „Wir teilen die Zielsetzung der Politik, für Menschen mit psychischen Erkrankungen schnell und zeitnah einen psychotherapeutischen Therapieplatz bereitstellen zu können. Aus diesem Grund kämpfen die Psychologischen und Ärztlichen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten seit Jahren darum, eine deutlich bessere Versorgung zu erreichen. Die aktuellen Vorschläge der sog. ‚gestuften und gesteuerten Versorgung‘ für Menschen mit psychischen Erkrankungen würden aber neue Hürden schaffen und den Zugang zur Psychotherapie erschweren. Die zum § 92 Abs. 6a Sozialgesetzbuch V * aufgeführten Regelungen müssen ersatzlos gestrichen werden“, fordern die Verbandsvertreter und wissen sich darin einig mit der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die diesen Passus am letzten Freitag einstimmig abgelehnt hatte.

Erst 2017 wurde die psychotherapeutische Versorgung neu geordnet und die neuen Leistungen der psychotherapeutischen Sprechstunde und Akutbehandlung geschaffen. Untersuchungen zeigen positive Effekte: Die Wartezeiten auf ein erstes Gespräch und auf schnelle Erstinterventionen haben sich verkürzt. Eine systematische Evaluation sollte abgewartet werden, um ggf. gezielt weitere Anpassungen vorzunehmen. Entgegen den Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Spahn am 26.September 2018 im Deutschen Bundestag zeigen die Daten, dass die Versorgung sich mit der Zunahme der Anzahl von Psychotherapeuten verbessert. „Außerdem sollte das Anliegen eine flächendeckend gute psychotherapeutische Versorgung sein, einzelne besser versorgte Regionen hervorzuheben ist unangebrachte Stimmungsmache gegen Psychotherapeuten“, kritisieren die Verbände.
„Menschen mit psychischen Erkrankungen zuzumuten, eine zusätzliche Prüfung ihres Behandlungsbedarfs nicht durch ihren Behandler, sondern durch eine spezielle ‚Steuerungspraxis‘ vornehmen zu lassen, stellt eine beispiellose Diskriminierung dieser Patientengruppe dar. Sie müssten mehrere Stationen durchlaufen und sich mehreren Fachleuten offenbaren, ihre Autonomie würde eingeschränkt. Die Politik scheint die Notlage vieler psychisch erkrankter Menschen nicht ausreichend nachzuvollziehen.“
Den vollständigen Inhalt der gemeinsamen Pressemitteilung lesen Sie bitte

 

hier

 

Kommentar des bvvp im Observer Gesundheit - Agentur für gesundheitspolitische Information
 
Lesen Sie im Kommentar zum selben Thema, warum der bvvp die Regelungen im TSVG für kontraproduktiv für Patienten erachtet, und einen überflüssiger Hürdenlauf zur Psychotherapie ablehnt.
 
Link: https://observer-gesundheit.de/ueberfluessiger-huerdenlauf-zur-psychotherapie/

 
Mit freundlichen Grüßen
 
Benedikt Waldherr
Vorsitzender des bvvp
 

14. PiA-Politik-Treffen am 29. September 2018 in Frankfurt/Main

Das Thema ist Money, Money, Money. Aspekte der Finanzierung der Reform und der Praktischen Tätigkeit

https://piapolitik.de/

Delegiertenversammlung des bvvp in Berlin: 13.-15.09.2018

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Die Delegation aus Hamburg (v.li.): Dr. Thomas Jaburg, M.Sc. Klin. Psych. Anna Ziebell, Dipl.-Soz.päd. Gitta Tormin und Geschäftsstellenmitarbeiterin Dipl.-Psych. Beate Glüsing auf der Heimreise

 

Neben vielen interessanten Diskussionen zur aktuellen berufspolitischen Situation gab es eine öffentliche Veranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema "Gefangen im Netz? Digitalisierung und Psychotherapie"

 



Worum es in dem Vortrag ging und welche Positionen bei der Diskussion manifest wurden, lesen Sie hier.

Unser 1. Vorsitzender Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr moderierte zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern die Delegiertenversammlung.Waldherr__1537351468.jpg

Im Mittelpunkt des Fachvortrags von Dr. Silja Samerski, Soziologin an der Universität Bremen und Expertin für den Bereich E-Health, stand die Frage, welche Auswirkung die Digitalisierung auf die Selbstwahrnehmung und die therapeutische Beziehung hat, bzw. in wieweit diese Beziehung durch die Digitale Entwicklung bedroht ist.

Moderation: Bernd Seguin (Journalist aus Hamburg)

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Das Junge Forum stellte seine vielseitigen Aktivitäten vor.

Wichtig für den bvvp - denn hier wird der Bogen zu der jüngeren Generation geschlagen, deren Interessen der bvvp verstärkt mit verfolgen will.

 

                               

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Anna Ziebell aus Hamburg beteiligte sich an der Diskussion um die Finanzierung des Jungen Forums

 

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Pressemitteilung: Der bvvp formuliert Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG):
Thesen für eine bessere psychotherapeutische Versorgung

bvvp begrüßt Förderung der Sprechenden Medizin - unter Vorbehalt einer Präzisierung

Die im TSVG aufgenommene Absicht, die zuwendungsorientierte, „sprechende Medizin“ zu fördern, wird vom bvvp begrüßt. Die Vorgaben hinsichtlich einer Förderung der Vergütung zeitgebundener psychotherapeutischer Leistungen sollten allerdings im Detail genauer gefasst werden. Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Finanzierung sollten diese zeitgebundenen Leistungen zudem dauerhaft extrabudgetär vergütet werden. Die im TSVG vorgesehenen finanziellen Anreize zur Aufnahme neuer Patienten sollten auch auf die Psychotherapie ausgeweitet werden.


Verbesserungen in der Bedarfsplanung sind notwendig

Derzeit geht die zeitnahe Erstversorgung zu Lasten der Richtlinienpsychotherapie, weshalb die Einführung der Terminservicestellen TSS nicht zu einer insgesamt verbesserten psychotherapeutischen Versorgung führt. Die TSS bewirken keine Ausweitung der Kapazitäten der Psychotherapeuten mit ihren zeitgebundenen Leistungen. Hilfreich für die Versorgung wäre eine kritische Überprüfung der bedarfsgerechten Zahl der niedergelassenen Psychotherapeuten. Die Zulassungsausschüsse in den KVen müssen Spielräume erhalten, weil dort die regionale Versorgung am besten erfasst und gesteuert werden kann.
Unbedingt notwendig für eine gute Versorgung ist außerdem eine bedarfsgerechte Erhöhung der Anzahl psychiatrischer Praxen besonders in ländlichen Regionen.


Terminservicestelle mit Vermittlung rund um die Uhr und Vermittlung von Terminen für die Langzeittherapie sind unsinnig

Aus diesen Zusammenhängen ergibt sich auch, dass rund um die Uhr erreichbare TSS keinen weiteren Nutzen für die psychotherapeutische Versorgung bringen. Kontraproduktiv ist auch der Versuch, über die TSS langfristige Behandlungen der Richtlinienpsychotherapie zu vermitteln. Dringender, kurzfristiger Behandlungsbedarf wird bereits durch die 2017 neu eingeführte „Akutbehandlung“ abgedeckt. Langfristig gegenseitig vertrauensvolle Richtlinienpsychotherapieprozesse kann man nicht vermitteln, sondern nur entwickeln.


Es fehlen Maßnahmen gegen den Ärztemangel

Keinerlei Verständnis kann der bvvp für die Tatsache aufbringen, dass nun ein weiteres Versorgungsgesetz entstehen soll und dabei auf den bestehenden eklatanten Ärztemangel mit keinem Wort eingegangen wird. Es fehlt eine fundierte Analyse dieser Entwicklung und ein Maßnahmenpaket, das zur Behebung des Problems beitragen könnte. Alle Maßnahmen erscheinen ansonsten als reine Symptombehandlung ohne nachhaltigen Effekt. Die getroffenen Gesetzesregelungen gehen an wesentlichen Ursachen der Versorgungsengpässe vorbei. Es ist daher zu fürchten, dass sie den intendierten Zweck verfehlen.


bvvp fordert Modulationen bei der Ärztequote in der Bedarfsplanung

1.    Die Ärztequote soll erhalten bleiben, um Ärzte für die psychotherapeutische Versorgung zu gewinnen.
2.    Ärzte mit (dem ggf. fachgebundenen) Zusatztitel Psychotherapie sollen sich als Ärztliche Psychotherapeuten niederlassen können.
3.    Im Zusammenhang mit dem bestehenden eklatanten Nachwuchsmangel muss es den jetzt tätigen ärztlichen Psychotherapeuten und Fachärzten für Psychosomatische Medizin möglich sein, sofern kein ärztlicher Nachfolger gefunden wird, die Praxis mit Versorgungsrelevanz auch an einen Psychologischen Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten abzugeben. Diese Option muss gesetzlich verankert werden. Bislang gibt es hierzu nur richterliche Urteile.


bvvp fordert besonderen Schutz der Patientendaten

Psychotherapeuten und Psychiater erfahren sehr viel Persönliches und dokumentieren umfangreich. Menschen mit psychischen Erkrankungen werden immer noch stigmatisiert.  Der bvvp drängt deshalb auf den besonderen Schutz dieser Patientendaten sowohl auf den elektronischen Gesundheitskarten als auch auf der geplanten elektronischen Patientenakte.

Die ausführliche Argumentation des bvvp entnehmen Sie bitte der angefügten Stellungnahme an das Bundesministerium für Gesundheit.

Für den bvvp
Dipl.-Psych. Benedikt Waldherr
1. Vorsitzender
Berlin, 24.08.2018

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG von bvvp, DPtV, VAKJP zum TSVG: Psychotherapeuten-Verbände sehen positive Ansätze

Vorgaben zur Stärkung der sprechenden undzuwendungsorientierten Fächer präzisieren

Berlin, 02. August 2018. Die Psychotherapeuten-Verbände Deutsche

PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Bundesverband der Vetragspsychotherapeuten (bvvp) und die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (VAKJP) begrüßen, dass das Terminservice- und Versorgungsgesetz, TSVG, die Absicht des Koalitionsvertrages aufnimmt, die sprechende Medizin zu unterstützen. Die Überprüfung der technischen und nicht-technischen Anteile der Vergütung miteiner Fristsetzung Mitte 2019 wird als sinnvoll beurteilt.

Gerade die Vorgaben hinsichtlich einer angemessenen Vergütung aller zeitgebundenen psychotherapeutischen Leistungen sollten allerdings präziser ausfallen, „so reicht das nicht aus“, sind sich die Verbände einig. Außerdem sollten diese Leistungen dauerhaft extrabudgetär vergütet werden, um eine bedarfsgerechte Finanzierung sicherzustellen. Die im TSVG vorgesehenen finanziellen Anreize zur Aufnahme neuer Patienten sollten auch auf die Psychotherapie ausgedehnt werden, dazu sollten die Bewertungen der sehr zeitaufwändigen Psychotherapeutischen Sprechstunde und der Akutbehandlung angehoben werden.


Die Verlängerung der Frist bei der Überarbeitung der Bedarfsplanung darf nach Ansicht der Verbände nicht zum Freibrief für weitere Verzögerungen einer dringend notwendigen Reform werden. Diese Reform – aus der eine gezielte Erhöhung der Anzahl der Psychotherapeutensitze in schlechter versorgten Regionen resultieren muss - ist Grundlage einer verbesserten  sychotherapeutischen Versorgung. Alle Maßnahmen zur Ausweitung der Terminservicestellen (TSS) können bei den Psychotherapeuten nur durch ein bedarfsgerechtes Behandlungsangebot greifen. „Die enorme Spreizung der Verhältniszahlen zwischen den unterschiedlichen Regionstypen im Bereich der Psychotherapeuten entspricht in keiner Weise der Häufigkeit psychischer Erkrankungen, dies ist einfach unangemessen“, betonen die Verbände. Ob – wie im TSVG vorgesehen – die Öffnung ländlicher Bereiche etwas bringe, müsste diskutiert werden; neben den ländlichen Regionen wird ein stärkerer Bedarf in den so genannten mitversorgten Regionen im Umland größerer Städte gesehen.


Die Erhöhung der Mindestsprechstundenzeit auf 25 Stunden wird dagegen nach Ansicht der Verbände für die  psychotherapeutische Versorgung nicht viel bringen: „Die niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten arbeiten durchschnittlich 49 Wochenstunden, davon 31 Stunden im direkten Patientenkontakt, weit überwiegend mit gesetzlich Versicherten (Angaben nach Zi Praxis-Panel Jahresbericht 2015). Hilfreich wäre eine Entlastung von Bürokratie, aber auch die Anerkennung der zur guten Patientenbehandlung notwendigen ergänzenden Leistungen wie Kooperations- und Koordinierungsleistungen.“

Nach Ansicht der Psychotherapeuten-Verbände verdienen die Pläne zur Einführung der elektronischen Patientenakte ein äußerst kritisches Augenmerk: „Die Schweigepflicht ist bei psychischen Erkrankungen ein besonders sensibles Thema. Ob das TSVG den Patienten einen ausreichenden Schutz gegenüber den Begehrlichkeiten verschiedener Player an den Datensammlungen bietet, muss sorgfältig geprüft werden.“


Fragen von Medien beantwortet:
Ursula-Anne Ochel, Tel.: 033636 – 27 90 78 oder 0171 – 322 43 46
E-Mail: GemeinsamePM_bvvp_DPtV_VAKJP@t-online.de

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